Nachwirkungen der EHEC- Krise

07 Mai, 05:30, by redaktion Schlagwörter: , ,

Fachgruppe Gemüsebau zieht Bilanz: Ein Jahr nach der EHEC-Krise ist der Markt ist in speziellen Segmenten noch immer beschädigt.

„Der Gemüsemarkt ist noch immer in Teilen beschädigt. Insbesondere die Sprossenerzeuger haben die EHEC-Krise noch immer nicht überwunden, denn der Umsatz ist massiv eingebrochen. Das Vertrauen in Sprossenprodukte ist beim Verbraucher einfach nicht mehr da“, berichtete am Montag, 30. April, Jochen Winkhoff, Geschäftsführer der Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse, gegenüber der Nachrichtenagentur dapd.

Die Bilanz ein Jahr nach der sogenannten EHEC-Krise fällt nüchtern aus.

Andere Marktsegmente des heimischen Gemüsebaus hätten sich erholt, so die Fachgruppe Gemüsebau, doch vollständige Regeneration habe es nach den behördlich ausgesprochenen Verzehrwarnungen 2011 an die Verbraucher noch nicht in vollem Umfang geben können, so zum Beispiel bei den Sprossen und bei den Fertigsalaten.

„Wir müssen alles tun, um eine solche Krise ein zweites Mal präventiv zu verhindern“, betont Gerhard Schulz, Vorsitzender der Fachgruppe Gemüsebau im BOG, nachdrücklich Richtung Politik und auch Berufsstand, der sich engagiert in die entsprechenden Prozesse einbringe.

Die Fachgruppe Gemüsebau bekräftige nach wie vor die Notwendigkeit eines flexiblen Krisenmanagements, das die relevanten Gruppen einbeziehe, auch die Gruppe der Gemüseerzeuger und Vermarkter, so Schulz weiter.

Die Einrichtung einer Task Force mit Experten aus den Ländern, von Bund und EU war aus Sicht des Bundeslandwirtschaftsministeriums bereits 2011 erfolgreich. Diese soll künftig fester Bestandteil des Krisenmanagements und im Herbst 2012 im Rahmen der Verbraucherschutzministerkonferenz beschlossen werden, teilt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) jetzt in einer Presseerklärung mit.

Außerdem begrüßt die Fachgruppe Gemüsebau auch weitere Maßnahmen des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundeslandwirtschaftsministeriums, um die Bürgerinnen und Bürger in Zukunft noch besser vor lebensmittelbedingten Krankheiten zu schützen. Dazu zählen besonders strengere Einfuhrvorschriften und die Entwicklung eines neuen elektronischen Meldesystems für Infektionsschutz, das die schnellere und medienbruchlose Meldung von Vorfällen ermöglicht.

Der Präsident des Bundesrechnungshofes als Beauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung weist laut BMELV unter anderem auf die Pflicht der Länder hin, ausreichend Personal und finanzielle Mittel für die Lebensmittelüberwachung zur Verfügung zu stellen und rät, die Krisenkommunikation zu bündeln.

Der EHEC-Ausbruch 2011 war in Deutschland der größte Ausbruch mit Escherichia coli und einer der größten EHEC/HUS-Ausbrüche weltweit. Durch EHEC verstarben laut BMELV und Bundesgesundheitsministerium (BMG) 53 Menschen während des Ausbruchs.

Als Ursache wurden von Behörden Bockshornkleesamen aus Ägypten sowie Sprossen und Keimlinge, die daraus gezogen wurden, verantwortlich gemacht.

Bezahlen mit EC-Karte und Unterschrift: Kreditwirtschaft gefordert

07 Mai, 05:29, by redaktion Schlagwörter: , ,

„Das Bezahlen mit EC-Karte und Unterschrift wird in Deutschland auch im europäischen Zahlungsraum SEPA weiterhin möglich sein. Denn mit dem letzte Woche im Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf ist das Bezahlverfahren zunächst bis ersten Februar 2016 gesichert“, so der Zahlungsexperte des Handelsverbands Deutschland (HDE), Ulrich Binnebößel.

Entscheidend sei jetzt aber, dass die Politik im nun anstehenden Gesetzgebungsverfahren dem Druck der Kreditwirtschaft nicht nachgebe.

Binnebößel betonte die Wichtigkeit des Weiterbetriebs des Bezahlverfahrens mit EC-Karte und Unterschrift (ELV) auch unter wettbewerbspolitischen Gesichtspunkten.

„Das ELV ist heute der einzige direkte Konkurrent zum bankeneigenen Wettbewerbsprodukt Girocard, das für die Händler mit hohen Gebühren belegt ist.

Derzeit nutzt der Handel beide Verfahren.“ Es sei entscheidend, mit dem ELV ein bankenunabhängiges Verfahren auch über 2016 hinaus zu erhalten.

„Wir gehen davon aus, dass sich die deutsche Kreditwirtschaft auf die auch aus der Politik laut werdenden Forderungen eingeht und die Voraussetzungen für ein dem ELV vergleichbares System schafft.

Die Übergangsfrist bis 2016 sollte nun genutzt werden, um gemeinsam mit dem Handel an einem entsprechenden Verfahren zu arbeiten.

Der Handel steht dafür bereit“, so Binnebößel.

Hohe Nichtkäuferquoten in Baumärkten und Gartencentern

04 Mai, 05:30, by redaktion Schlagwörter: , ,

DIY online berichtet:

Knapp 16 Prozent der Baumarkt- und Gartencenter-Kunden verlassen das Geschäft ohne Einkauf.

Und: Baumärkte und Gartencenter befinden sich oft unter einem Dach, aber die Gründe für Nichtkäufe sind äußerst verschieden.

So kommen die Baumarktketten Praktiker (13,7 Prozent), Toom (12,3 Prozent) und Obi (10,7 Prozent) auf jeweils zweistellige Nichtkäuferquoten, so berichtet die DIY online.

Diese Zahlen gab TÜV Saar NetResearch bekannt. Diese hohe Quote liege, so Bianca Schwiering, Verantwortliche für TÜV Saar NetResearch-Branchenstudien, in erster Linie an den Mitarbeitern, denen es oft am nötigen Engagement mangele.

Den Kunden fehle freundliche und kompetente Beratung, so dass sie letztlich auf den Kauf verzichten würden. Auch bei den Gartencentern haben insbesondere die Gartenabteilungen von Praktiker (15,3 Prozent), Toom (12,1 Prozent) und Obi (12 Prozent) mit dem Nichtkäuferproblem zu kämpfen.

Besser sieht es bei reinen Gartencenterbetreibern aus: Blumen Risse (9,6 Prozent), Pflanzen Kölle (8,3 Prozent) und Augsburger (7,4 Prozent) haben am besten abgeschlossen.

Die Gründe für Nichtkäufe unterscheiden sich dort jedoch von den Baumärkten: Der Kaufverhinderer Nr. 1 ist den Kundenbewertungen zufolge der nicht vorhandene Pflanzservice, so das Fachblatt.