Praktiker AG: Anpassung in der Konzeption – Veränderung im Vorstand

14 Mai, 08:12, by redaktion Schlagwörter: , ,

 

 

Aufsichtsrat stimmt Finanzierungsvorschlag für das Restrukturierungsprogramm zu – Veränderungen in der strategischen Ausrichtung – Dr. Kay Hafner neuer Vorstandsvorsitzender

Der Aufsichtsrat der Praktiker AG hat gestern einem Finanzierungskonzept für die Durchführung des Restrukturierungsprogramms zugestimmt.

Ein Investor bietet an, dem Unternehmen ein vorrangiges Darlehen in Höhe von 85 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Dieses vorrangige Darlehen ist ein wesentlicher Baustein für die Gesamtfinanzierung der Restrukturierung der Praktiker AG. Es soll noch durch eine Kreditfazilität und eine Kapitalerhöhung auf Basis des bestehenden genehmigten Kapitals ergänzt werden.

Das Finanzierungskonzept geht einher mit wesentlichen Änderungen des Ende November 2011 initiierten Restrukturierungsprogramms und beinhaltet eine erhebliche Verringerung des Finanzierungsvolumens.

Damit ist nun die zweite Phase der strategischen Neuausrichtung eingeleitet, die auf dem wieder stabilisierten Geschäftsbetrieb der Praktiker Gruppe aufbaut.

Kern dieser Neuausrichtung ist eine noch stärkere Profilierung der beiden Marken Praktiker und Max Bahr, wobei eine größere Anzahl Praktiker-Märkte auf Max Bahr umgestellt werden soll.

In diesem Punkt weicht das neue Konzept ebenfalls von der bisherigen Strategie ab.

Während Praktiker mit einem verdichteten Filialnetz ausschließlich als preisaggressiver Discounter im Markt positioniert werden soll, wird sich Max Bahr noch akzentuierter um das qualitäts- und serviceorientierte Marktsegment bewerben.

„Das neu justierte Geschäftsmodell stärkt das Erfolgsrezept von Max Bahr und schärft die Positionierung von Praktiker als Preis- und Kostenführer unter den deutschen Baumärkten“, betonte Dr. Kersten von Schenck, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Praktiker AG. „Es wird von dem Investor voll und ganz mitgetragen und bildet so eine solide Grundlage, um die Restrukturierungen auch strategisch abzusichern und den Praktiker Konzern im Wettbewerb zukunftsfähig zu positionieren“.

Mit der Zustimmung zu diesem Finanzierungskonzept endet der von den Vorstandsmitgliedern Thomas Fox und Josef Schultheis übernommene Sanierungsauftrag.

Sie scheiden vereinbarungsgemäß mit dem gestrigen Tag aus dem Vorstand aus, stehen dem Unternehmen aber auch weiterhin beratend zur Verfügung.

Das langjährige Mitglied des Aufsichtsrats Dr. Kay Hafner wird vom Aufsichtsrat in den Vorstand delegiert und übernimmt dessen Vorsitz.

Das Finanzressort wird unverändert von Markus Schürholz verantwortet. Weitere Vorstandsbestellungen werden zeitnah erfolgen.

„Im Namen der ganzen Praktiker Gruppe danke ich Thomas Fox und Josef Schultheis für ihre erfolgreiche Arbeit, die das Unternehmen in kurzer Zeit stabilisiert und die wirtschaftliche Grundlage für die nun eingeleitete Phase der strategischen Neuausrichtung gelegt hat“, ergänzt Dr. Kersten von Schenck.

Simon meint:

So wie es aussieht, haben sich die Hauptaktionäre um die Fondmanagerin  Isabella de Krassny jetzt doch durchgesetzt.

Die Forderungen dieses Konsortiums finden sich voll in den Aufsichtsratsbeschlüssen wieder.

Nun wird man sehen, ob sich die Praktiker AG  in einem hart umkämpften  Markt wieder erfolgreich positionieren kann.

Dass man die Marke “Max Bahr” stärker forcieren will ist ein konsequenter und wohl auch richtiger Schritt.

Nur über den Preis hätte man auf Dauer nicht erfolgreich sein können.

Vor ca. einem Jahr hatte schon Erivan Haub (Tengelmann/OBI) verlauten lassen, dass er bisher noch keinen Baumarktkonzern ausfindig gemacht habe, der mit einem Discountkonzept Geld verdient hätte.

Der Preis allerdings war bislang  das einzige wirkliche Profilierungsmerkmal der Praktiker-Märkte. Von daher ist es nachvollziehbar, dass man das nicht einfach aufgibt.

Nun muss der neue Vorstandsvorsitzende einen Kurs mit Fingerspitzengefühl fahren.

Es wird nicht so einfach sein die Führungskräfte aus dem Vertrieb, die jahrelang unter dem Einfluss von Wolfgang Werner standen, von einer neuen Konzeption zu überzeugen.

Letztendlich bleibt aber nur dieser jetzt vorgezeichnete Weg.  Es stehen tausende von Arbeitsplätzen auf dem Spiel.

Viele der Mitarbeiter in den Märkten sind in den vergangenen Jahren sehr frustriert gewesen, da man Ihnen kaum Mitsprache ermöglichte.

Man bekam immer nur Fertiggerichte vorgesetzt und hatte diese widerspruchslos zu akzeptieren.

Andere Mitbewerber, wie z.B. Hornbach, haben längst erfolgreich das Potenzial ihrer Mitarbeiter für die geschäftliche Weiterentwicklung genutzt.

Auch die Lieferanten wären froh, wenn die Praktiker AG wieder in ruhigeres Fahrwasser käme.

Die ständigen Diskussionen über negative Entwicklungen im Konzern haben auch sehr auf die Stimmung der Zulieferer gedrückt.

Bleibt zu hoffen, dass sich das nun ändert.

Floriade: Agrobusiness Niederrhein Gastgeber im NRW-Pavillon

12 Mai, 05:30, by redaktion Schlagwörter: ,

                     

 

 

 

 

Der Verein Agrobusiness Niederrhein ist in der Woche vom 21. – 27. Mai 2012 Gastgeber im NRW-Pavillon auf der Floriade in Venlo.

Zusammen mit täglich wechselnden Ausstellungspartnern aus der Region Niederrhein präsentiert der Verein eine Woche lang das niederrheinische Agrobusiness in seinen unterschiedlichen Facetten.

Insbesondere die Bedeutung des Agrobusiness als wichtiger Wirtschaftsfaktor entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Forschung, Ausbildung über Produktion, Verarbeitung und Logistik bis zur Vermarktung – wird in der Agrobusiness-Woche auf der Floriade im Fokus stehen.

Aber auch die vielfältigen Berufsmöglichkeiten im Gartenbau, der Agrotourismus und High-Tech in der Landwirtschaft werden von den Ausstellungspartnern thematisiert.

Zudem steht am 22. Mai ein Werkstattgespräch über die energetische Nutzung biogener Rest- und Wertstoffe auf dem Programm.

Hier sollen Kooperationsmöglichkeiten zwischen Produzenten, Entsorgern und Energieversorgern in der Region ausgelotet werden.

Am 24. Mai findet dann ein Unternehmertreff für die Vereinsmitglieder von Agrobusiness Niederrhein statt.

Interaktives Agrobusiness

„Die anschauliche und interaktive Präsentation des Agrobusiness soll in der Woche im Vordergrund stehen“, so der Vorsitzende von Agrobusiness Niederrhein e.V., Nettetals Bürgermeister Christian Wagner.

„Deshalb wird der NRW-Pavillon in der Agrobusiness-Woche zum interaktiven Ausstellungsraum.“

Besucher der bedeutendsten Garten-Expo der Welt können dann etwa mit dem iPad spielerisch die niederrheinische Gemüsevielfalt erkunden.

Zudem stehen interessante Mitmachaktionen auf dem Programm, unter anderem von Gartenbau-Studierenden der Fachschule Essen und dem Gartenbaubetrieb Elbers, der „Duftpflanzen und Küchenraritäten“ mit zur Floriade bringt.

Darüber hinaus können sich die „Gärtner“ aus Filz ihre eigene niederrheinische Blume basteln.

Auch zwei „Blaublüter“ aus der Region halten Hof im NRW-Pavillon. Sowohl die Lüllinger Heideprinzessin Katja Stammen als auch die Walbecker Spargelprinzessin Yvonne I. werden in der Agrobusiness-Woche Spezialitäten aus der Heimat präsentieren.

Grenzüberschreitende Kooperation

Einen Schwerpunkt der Vereinsarbeit von Agrobusiness Niederrhein bildet die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Region Venlo – auch auf der Floriade.

„Wir werden die Woche sicherlich nutzen, um uns intensiv mit unseren niederländischen Gastgebern über Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen“, so Wagner.

Die Agrobusiness-Woche auf der Floriade

21.05. Wirtschaftsförderung Kreis Kleve – Schwerpunkt Agrobusiness

als Wirtschaftsfaktor

22.05. Gemeinde Weeze – Schwerpunkt Agrobusiness und Tourismus

23.05. Fachschule für Gartenbau Essen – Schwerpunkt Agrobusiness

und Berufe

24.05. Stadt Kevelaer – Schwerpunkt Gartenbau und Heideprinzessin

25.05. Stadt Nettetal – Schwerpunkt Agrobusiness vor Ort

26.05. Stadt Geldern/IHK Duisburg – Schwerpunkt Agrobusiness vor Ort

und Spargelprinzessin

27.05. Rhein-Kreis Neuss/IHK Mittlerer Niederrhein – Schwerpunkt

Agrofood & Logistik

Floriade 2012: Israel präsentiert Ländertag

11 Mai, 12:49, by redaktion Schlagwörter: ,

Mit speziellen Ländertagen gibt die Welt-Garten-Expo Floriade 2012 bis zum 7. Oktober Einblicke in die Kulturen anderer Nationen.

Teilnehmerland Israel präsentiert sich am Sonntag, den 13. Mai und feiert zusammen mit den Floriade-Besuchern den 64. Unabhängigkeitstag des Landes.

Am 13. Mai findet auf der Floriade 2012 der israelische Ländertag statt. Das Programm rückt die Kultur des Landes in den Fokus und bringt sie so den Besuchern näher.

Zu diesem Anlass wird auch der Botschafter Israels, H. Divon, die Floriade besuchen.

Für den musikalischen Beitrag sorgt die Musikgruppe „Habibi“, die im Floriade Theater israelische Klassiker präsentiert.

Auch an den Beiträgen Israels im Bereich Education & Innovation und der Villa Flora werden die Besucher die Möglichkeit haben die Traditionen Israels kennenzulernen.

An Computern können mit Hilfe der neuesten Technologien zum Beispiel Gemüse- und Obstsorten entwickelt werden.

Für jeden Entwurf spendet das Land Saatgut an verschiedene Entwicklungsländer.

Der Ländertag gibt einen Vorgeschmack auf die israelische Woche auf der Floriade 2012, die vom 16. bis 22. Juli stattfindet.

Hier werden dann neben traditionellen Zeremonien auch Darbietungen der Gruppen ‘Shofar in the desert’ und ‘The Bible Show’ aufgeführt.