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Gartenpark mit 1001 Gestaltungsideen

Gartenpark mit 1001 Gestaltungsideen

Viele Gartenbesitzer wollen mehr Natur in ihrem Grün erleben. Im hektischen Alltag sind der Genuss farbenprächtiger Blüten, der Duft von frischen Kräutern und das Entdecken von Schmetterlingen wichtiger geworden als eine akkurate Rasenkante. So mancher träumt von üppig blühenden Stauden, wie man sie vom berühmten Gartengestalter Piet Oudolf kennt. In seinen Naturgärten stehen die Blüten wie zufällig zwischen Gräsern, die im Wind hin und her wiegen. Diesen natürlichen Effekt erreicht man jedoch nicht ohne Vorkenntnisse. Es lohnt sich Tipps bei Profis zu holen. Wer die Suche nach Inspirationen und Know-how mit einem Ausflug in die Niederlande verbinden will, dem seien die Gärten von Appeltern empfohlen. In den über 200 Schaugärten finden Gartenfreunde Anregungen für unterschiedlichste Gartensituation – für große und kleine Flächen, Schatten- oder Sonnenplätze, für fleißige und faule Gärtner.

staudenbeet

Nationale Staudensammlung

Schon auf dem Weg zum Eingang des Gartenparks säumen Staudenrabatten den Weg. Wer die einzelnen Beete aufmerksam betrachtet, wird Bepflanzungskonzepte entdecken, die sowohl Farben, Wuchshöhen als auch die Blütezeitpunkte der einzelnen Pflanzen berücksichtigen. Außerdem beherbergt Appeltern die Nationale Staudensammlung der Niederlande. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern haben namhafte Gartenarchitekten wie Jacqueline van der Kloet ihre Konzepte umgesetzt. Hier werden selbst Kenner zu Entdeckern – auf der Suche nach perfekt aufeinander abgestimmten „Pflanzenrezepten“ und außergewöhnlichen Staudenraritäten. „Wer in seinem Garten ein Staudenbeet anlegen möchte, sollte sich am besten erst einmal umschauen, denn die Vielfalt an Farben und Formen ist riesig“, rät Ben van Ooijen, Gründer der Gärten von Appeltern. „Bei uns können Sie verschiedene Kombinationen mit allen Sinnen hautnah erleben und herausfinden, was am besten in ihren Garten passt.“

Der Wow-Effekt

Nützliche Informationen erhalten Besucher der Gärten von Appeltern über die Audio-Tour sowie die Pflanzpläne, die zu den einzelnen Beeten online abrufbar sind. Man sollte unbedingt Fotos vom eigenen Garten mitbringen. Die Mitarbeiter von Appeltern geben nämlich hilfreiche Tipps, wie sich der Traum vom Garten zuhause verwirklichen lässt. „Wir sind immer wieder erstaunt, wie schnell Stauden wachsen. Der Nationale Staudengarten wurde im Sommer 2010 angelegt und schon bald darauf erzielten die Rabatten den gewünschten Wow-Effekt. Mit jedem Jahr werden sie noch schöner“, schwärmt Ben van Ooijen. Diese Begeisterung ist auf dem weitläufigen Gelände spürbar. Staudenfans kommen hier und jetzt voll auf ihre Kosten, Einsteiger und Interessierte laufen Gefahr, mit dem „Staudenvirus infiziert“ zu werden. „Man kann den eigenen Garten mit Stauden abwechslungsreicher machen oder ihn komplett in einen Naturgarten verwandeln. Bei uns kann man verschiedene Gärten erleben und auch das Gefühl, zwischen hüfthohen Gräsern zu gehen.“

Grüne Ausbildung: Was man werden kann

Grüne Ausbildung:
Was man werden kann

Am 1. August beginnt das Ausbildungsjahr, in manchen Berufen auch erst am 1. September. Jedem, der in diesem Jahr die Schule verlässt, kann man nur wünschen, dass er oder sie längst schon den Ausbildungsvertrag in der Tasche hat. Allen anderen sei empfohlen, sich schnellstens darum zu kümmern. Marius Tegethoff, Ansprechpartner für Ausbildungsfragen beim Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. in Berlin, rät, sich frühzeitig mit der Berufswahl zu beschäftigen und strategisch vorzugehen: Zuerst Informationen über mögliche Berufe sammeln, nach Möglichkeit ein Praktikum machen, dann entscheiden und bewerben. Ausbildungsbetriebe schätzen es, wenn jemand Gründe nennen kann, warum er oder sie genau diesen Beruf ergreifen möchte.

Den richtigen Beruf finden

Was kann ich besonders gut? Was tue ich besonders gern? Solche Fragen helfen bei der schwierigen Entscheidung für den richtigen Beruf. Immerhin gibt es in Deutschland über 400 Ausbildungsberufe! Einer davon ist der Beruf Gärtner. Dahinter jedoch stecken sieben sogenannte Sparten, die jeweils die betriebliche Ausrichtung darstellen. „Unser Beruf heißt `Gärtner der Fachrichtung Baumschule`, kurz Baumschulgärtner“, erläutert Tegethoff. „Von den etwa 1.000 Mitgliedsbetrieben unseres Verbandes sind rund die Hälfte als Ausbildungsbetriebe anerkannt.“ 2014 zählte die amtliche Statistik bundesweit etwa 820 junge Menschen, die eine Ausbildung zum Baumschulgärtner absolvierten. „Die meisten haben vorher ein Praktikum gemacht“, weiß Arnd Schurig vom Fachausschuss Ausbildung und Sozialpolitik des BdB, „sie haben dann schon im Jahr vor ihrem Schulabschluss ihre Interessen getestet und erste Einblicke in die betriebliche Praxis genommen.“ Besondere Vorlieben und Fähigkeiten in der Schule oder beim Hobby können Hinweise auf den späteren Beruf geben. Schurig: „Wer gerne draußen ist, sich für die Natur und insbesondere für Pflanzen interessiert, sich sportlich fordert oder lieber körperlich arbeitet als am Schreibtisch zu sitzen, wird vielleicht ein guter Baumschulgärtner. Auch jemand, der schon als Kind gerne mit den Eltern oder Großeltern im Garten war, sollte sich über den Beruf informieren und kann so im besten Falle sein Hobby zum Beruf machen.“

baumschulgärtnerin

Duale Ausbildung mit vielen Perspektiven

Je nach Schulabschluss ist die Ausbildung nach zwei bis drei Jahren zu Ende. Gelernte Baumschulgärtner kennen dann viele hundert Pflanzennamen, wissen, wie sie vermehrt und kultiviert werden, haben Know-how über Maschinen- und Technikeinsatz und können Gartenbesitzer beraten. Sie haben mit ihrem Wissen und ihren Fertigkeiten dann viele Möglichkeiten. Zunächst einmal ist mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung der Vertrag mit dem Ausbildungsbetrieb erfüllt. Manche wollen dann noch weiter im Betrieb arbeiten, andere wollen wechseln, vielleicht sogar in eine andere Region oder ins Ausland. Traditionell ist es bei Baumschulgärtnern üblich, in verschiedene Betriebe zu gehen, um verschiedene Arbeitsweisen, aber vor allem um andere Pflanzen und andere Kultursysteme und Techniken kennen zu lernen.

In jedem Falle ist ein Berufsabschluss eine gute Grundlage für zahlreiche Weiterbildungen. Bei entsprechenden Noten sind etwa die Abschlüsse an Berufsfachschulen mit einem mittleren Schulabschluss oder der Fachhochschulreife gleichzusetzen. Auch in der dualen Ausbildung ist die abgeschlossene Ausbildung mitunter einem höheren Schulabschluss gleichgestellt und berechtigt zum Besuch der Berufsoberschule oder auch der Fachoberschule. Damit ist auf dem sogenannten zweiten Bildungsweg auch der Zugang zu einem Studium des Gartenbaus oder der Landschaftsarchitektur möglich. Wer lieber in der Praxis bleiben will, kann sich nach zwei bzw. drei Jahren Arbeit in Baumschulbetrieben zum Techniker oder zum Meister qualifizieren und später leitende Funktionen übernehmen.

Weitere Informationen und Details über die Ausbildung zum Baumschulgärtner sowie Ausbildungsbetriebe finden sich auf der speziellen Ausbildungsseite des BdB unter www.zukunftgruen.de. Weiterführende Informationen über die Branche und den Verband sowie über den Nutzen der Gehölze gibt es auf www.gruen-ist-leben.de.

Quelle: BdB

Zwiebelblumen Ganzjährig Beete gestalten

Zwiebelblumen
Ganzjährig Beete gestalten

Krokusse, Narzissen, Tulpen – wer im Herbst Zwiebeln in den Garten pflanzt, wird im darauffolgenden Frühling mit einer wahren Blütenpracht belohnt. Doch das Spektrum an Pflanzen, die einmal blühen und den Rest des Jahres ihre Kräfte in Zwiebeln, Knollen und Rhizomen sammeln, ist noch viel größer. In ihrem Buch „Zwiebelblumen“ stellt Elisabeth Schmid die große Vielfalt der sogenannten Geophyten vor. Schon früh im Jahr wagen sich Anemonen und Schneeglöckchen aus dem Boden. Schneestolz, Hyazinthen und Kaiserkronen zeigen im Frühling ihre Blüten. Im Sommer folgen Ranunkeln, Zierlauch, Lilien und Dahlien. Die letzte Wärme des Jahres nutzen Herbstzeitlose, spätblühende Krokusse und Alpenveilchen. Im Winter bringen Amaryllis mit ihren großen Blüten Farbe ins Wohnzimmer.

Standort und Pflegetipps

Welche Pflanzen in den eigenen Garten passen, ist nicht nur eine Frage der Gestaltung. Geophyten unterscheiden sich nicht nur durch ihre unterschiedliche Blütezeit. Einige blühen lediglich eine Saison, andere verwildern und breiten sich mit den Jahren immer mehr aus. Manche Zwiebelblumen wachsen gern an feuchten Standorten, wie zum Beispiel die Schachbrettblume. Andere bevorzugen Schatten oder Vollsonne. Die Autorin geht ausführlich auf diese Besonderheiten ein und beschreibt die Eigenschaften vieler Arten und Sorten, die sich für unterschiedliche Gartensituationen oder auch Pflanzkübel eignen. Mit zahlreichen Pflanzplänen zeigt Schmid ihren Lesern, wie man Farbkonzepte im eigenen Beet umsetzen kann. Dazu erfährt man Wissenswertes zum Pflanzen und Düngen, zum Vortreiben und Überwintern von Zwiebelblumen.

zwiebelblumen

Elisabeth Schmid
Zwiebelblumen
Kosmos Verlag, 2015
144 Seiten, 26,8 x 23,6 cm, 206 Fotos, 20 Zeichnungen, laminierter Pappband
ISBN 978-3-440-14563-0
Preis: € 24,99

GPP

Staudengärtner sorgen für Artenvielfalt und lebendige Gärten

Staudengärtner sorgen für Artenvielfalt und lebendige Gärten

(GMH) Was wären Parks, Friedhöfe, Zier- und Steingärten ohne filigrane Gräser, prächtige Blattschmuckstauden oder Wasserpflanzen? Wie trist kämen uns Privatgärten und öffentliche Grünanlagen ohne die Farbenpracht und Vielfalt von Stauden vor? Damit die Freude an diesen mehrjährigen Pflanzen auch lange währt, ist die Arbeit von Staudengärtnern gefragt. Eine Ausbildung in dieser Fachrichtung vermittelt viel Pflanzenwissen und eine enge Verbindung mit der Natur.

staudengärtner
Eine Ausbildung als Staudengärtner ermöglicht kreatives Arbeiten in und mit der Natur. (Bildnachweis: GMH)

Viele Staudenarten sorgen für die Qual der Wahl

Unter den Begriff Stauden fallen mehrjährige, krautige Pflanzen. Diese ziehen sich meist im Winter unter die Erde zurück und treiben dann im Frühjahr neu aus.
Angebaut werden Stauden häufig im Freien, zum Teil auch im Gewächshaus. Staudengärtner vermehren sie durch Stecklinge, Aussaat oder Teilung und kultivieren auf diese Weise durchschnittlich etwa 1.300 unterschiedliche Arten und Sorten bis zum anschließenden Verkauf.
Sortenechtheit ist bei Staudengärtnern sehr wichtig – wer die Pflanzen kennt und sie zudem eindeutig etikettiert hat, behält den Überblick. Bis die Stauden verkaufsfertig sind, werden sie bewässert und von Unkraut frei gehalten. Sie werden in der Staudengärtnerei nur sehr zurückhaltend mit Düngern versorgt, damit die Wurzeln nach dem Einpflanzen gleich nach Nährstoffen suchen und sich dabei ausbreiten. Gartenstauden müssen robust sein und die Winterkälte gut überstehen. Deshalb stehen sie meist unter freiem Himmel. Die Gewächshäuser sind kaum beheizt und beherbergen vorrangig Jungpflanzen oder Stauden, die kurzfristig vor Wettereinflüssen geschützt werden müssen.

Staudengärtner sind geschätzte Ansprechpartner

Welche Staudenart eignet sich besonders für Freiflächen mit wenig Schatten? Gibt es Ziergräser, die im Garten als Sichtschutz einsetzbar sind? Welche Stauden sind als Fugenbepflanzung in Mauern verwendbar? Von welchen Sorten werden Bienen und andere Insekten in den Garten gelockt? Für Staudengärtner ist es ein leichtes, ihre Kunden bei der Staudenverwendung und Gartengestaltung zu beraten. Ihr Spezialwissen rund um die Pflanze macht sie zu einem wichtigen Ansprechpartner nicht nur für Hobbygärtner, sondern auch für Fachkollegen aus dem Gartenbau. Staudengärtner kennen sich innerhalb der Vielfalt ihrer Schützlinge bestens aus, helfen bei der Auswahl für einzelne Verwendungs- und Lebensbereiche.
Staudengärtner sind untereinander gut vernetzt. Gehen Aufträge ein, bei denen nicht alle Arten und Sorten in den gewünschten Mengen in der eigenen Gärtnerei stehen, ergänzen sie ihr Sortiment bei Kollegen. Auch ihre Erfahrungen mit den Sorten tauschen sie mit Kollegen wie auch Experten international über Datenbanken aus.

Technik, Wissen und Können sind auch bei Staudengärtnern Berufsgrundlage. Wer aber mitten in einer Staudengärtnerei in dem Meer von Blättern und Blüten steht, die Farben und Formen, Strukturen und Texturen betrachtet, und dabei eine tiefe Zufriedenheit spürt, weiß, was der Kern des Berufes ist, und dass er glücklich macht.

Mehr Infos gibt’s im Internet

Auf www.beruf-gaertner.de gibt es mehr Informationen zu Tätigkeit und Perspektiven von Staudengärtnern sowie ein Video, das den Beruf in seinen vielen Facetten zeigt. Zudem kann – gefiltert nach Bundesland und Postleitzahl – nach geeigneten Ausbildungsbetrieben gesucht werden.

Unter www.stauden.de gibt es einen Einblick in die Staudenwelt.

Diese Putzer helfen bei Algenproblemen

Diese Putzer helfen bei Algenproblemen

Aquarien sind lebendige Biosysteme, in denen ein gesundes Gleichgewicht zwischen Fischen, Wasserpflanzen und auch natürlichen Bakterienkulturen herrscht. Um dieses Gleichgewicht herzustellen und dauerhaft halten zu können, ist es von Anfang an wichtig, sich gut über seinen Besatz und seine Bedürfnisse zu informieren. Wieviele Tiere sollen in dem Becken leben, wieviele Pflanzen können hinein? Hier ist eine gute Beratung im Fachhandel die beste Anlaufstelle für angehende Aquarianer, da die Zoofachhändler direkt auf individuelle Wünsche eingehen können.

Eines der häufigsten Probleme, mit denen sich Anfänger (aber auch Profis) auseinandersetzen, ist ein störender Algenbefall. Algen sind Teil eines jeden Aquariums, sie können allerdings zur Plage werden und sogar schädlich für die Fische sein. Anhand der Algenart kann oft schon erahnt werden, wo das Problem liegt und wie es beseitigt werden kann.

Häufige Algenarten

Grünalgen, die oft fadenartig in Erscheinung treten, stellen vereinzelt kein Problem dar. Wenn sie sich aber ausbreiten, kann dies ein Zeichen für eine schlechte Wasserqualität sein. Hier ist es ratsam, regelmäßig die Werte auf Phosphat und Nitrat zu überprüfen. Auch eine zu starke Beleuchtung oder direkte Sonneneinstrahlung kann zu vermehrtem Auftreten von Grünalgen führen.

Kieselalgen erkennt man daran, dass sich ein brauner Belag breitmacht, der wie ein Schmierfilm auf den Steinen liegt. Besonders in neu eingefahrenen Becken kann diese Algenart auftauchen. Hier kann es sinnvoll sein, auf die Silikatwerte zu achten und eventuell einen entsprechenden Filter einzubauen.

Pinsel- und Bartalgen, die zu den Rotalgen gehören, können sehr hartnäckig sein. Sie sind dunkel, kurz und buschig und sollten bei starkem Auftreten manuell entfernt werden. Häufig treten sie an Pflanzen auf, die schon länger im Aquarium stehen sowie auf Dekorationsgegenständen. Oft bleibt hier nichts anderes übrig, als die befallenen Pflanzenteile zu beseitigen und die Dekostücke herauszunehmen und abzukochen.

putzerfische

Diese Aquariumbewohner lieben Algen

Die gute Nachricht ist, dass es zahlreiche Fische und andere Wassertiere gibt, die sich von Algen ernähren und so das Aquarium reinhalten. Der Aquariumprofi und Zierfischzüchter Peter Merz von der Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren e. V. (FLH) empfiehlt deshalb, nicht auf Chemikalien, sondern auf kleine Helfer zu setzen: „Am besten ist es immer, dem Algenbefall mit natürlichen Mitteln zu begegnen. Wer von Anfang an in seinem Becken einen Platz für algenfressende Bewohner hat, wird langfristig glücklicher sein.“

Siamesische Saugschmerlen (Gyrinocheilus) sind auch unter dem Namen Putzerschmerle im Fachhandel erhältlich. Dank ihres großen Mauls, mit dem sie sich an glatten Flächen festsaugen können, sind sie nützliche Algenvertilger. Am wohlsten fühlen sich diese Fische, die bis zu 30 Zentimeter lang werden können, in großen Becken mit reichlich Sauerstoffzufuhr und vielen glatten Steinen, die sie dann von dem grünen Belag säubern können.

Viele Welsarten halten ebenfalls gerne das Becken sauber. Besonders beliebt ist der Ohrgitterwels Otocinclus, der vier bis sechs Zentimeter groß werden kann, und in kleinen Gruppen gehalten wird. Junge Grünalgen und Kieselalgen sind ein gefundenes Fressen für diese Welse. Otocinclen sollten nicht als Erstbesatz in ein neues Aquarium ziehen, sondern eher in ein Becken kommen, dass schon länger eingefahren ist. Wichtig sind genügend Wasserpflanzen, damit diese Harnischwelse gute Versteckmöglichkeiten haben.

Algensalmler (Parodontidae) lieben es, in kühlem, sauerstoffreichem Wasser zu schwimmen und ihre Umgebung algenfrei zu halten. Sie haben einen langen, silbrigen Körper mit dunklen Streifen und werden ca. acht Zentimeter groß. Sie sind friedlich und vertragen sich auch gut mit anderen nicht räuberischen Fischen.

Auch Platys und Black Mollys, die gerade bei Anfängern sehr beliebt sind, sorgen dafür, dass die Algen nicht überhandnehmen. Es sind aber nicht nur Fische, die dabei helfen: Auch Wasserschnecken, wie die Posthornschnecke, sind hungrig auf überschüssiges Grünzeug. Und in kleinen Becken, in denen nur wenige Fische beheimatet werden, sind Süßwassergarnelen die besten Algenvertilger.

Merz: „Es sei noch gesagt, dass übermäßige Pflege nicht gut für das Biosystem Aquarium ist. Tägliches Putzen, Schneiden und Wühlen im Aquarium mag vielleicht von einer außergewöhnlichen Hingabe zeugen, aber die meiste Zeit ist das Motto leben und leben lassen besser. Auch große Reinigungs- und Desinfektionsaktionen sind meistens nicht notwendig. Ein Ansetzen an den richtigen Problemstellen sorgt oftmals besser dafür, dass das natürliche Gleichgewicht sich schon von selbst findet.“

Quelle: FLH